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Anonymität

Die Möglichkeit, anonym zu surfen, sollte niemandem verwehrt sein. Informationsbeschaffung solte möglich sein, ohne seine Identität preisgeben zu müssen.


Identitäten, also jedwede Information zum Surfer wie e-mail Adresse, Name, Wohnort, Hobbies etc. sind für Firmen aus werbetechnischen Grüden von grossem Wert. Um nicht von ungewollten Werbemails (SPAM) überschüttet zu werden, empfiehlt es sich von selbst, die eigene e-mail Adresse und sonstige private Daten möglichst sparsam im Netz zu verteilen.

Beim surfen durch das Internet gibt der Browser bereitwillig Informationen an den Webserver weiter. Betriebssystem, Browserversion, Sprache, Monitorauflösung und natürlich die IP-Adresse des Surfers werden bei jedem Seitenaufruf mit übertragen. Hinzu kommt der "Referrer", das ist die URL der Website, die zuvor besucht wurde. Aus diesen Daten lässt sich schon ein ganz nettes Bild malen. Wenn jetzt noch ein Cookie auf den Rechner des Besuchers gesetzt wird, kann er beim nächsten Mal ohne weiters identifiziert werden. Hier geht es zwar noch nicht um viel, es könnte aber sein, dass ein Anbieter so den Inhalt seiner Website dem Besucher aufgrund seiner Daten "maßschneidert". Zum Beispiel auf Grund der zuvor besuchten Seite oder der vermeintlichen Nationalität (ergibt sich aus Sprach-Tag und IP-Adressraum).

Wenn Sie wissen wollen, was der Sitebetreiber alles über Sie weiß, dann klicken Sie doch mal auf den Anonym-Surfen-Test


Fatal kann ein Erkanntwerden beim surfen auch enden. Seiten mit verbotenen Inhalten, seien es nun politisch Extreme oder verbotene Pornographie oder einfach dem Staat unbequeme Seiten, werden gerne von den Strafverfolgungsbehörden überwacht. Nein, man geht hier nicht gegen die Urheber vor, sondern greift sich die Besucher. In manchen Fällen ist sogar die Polizei der Urheber wie z.B. im Sommer 2001, als US-Behörden kinderpornografische Seiten ins Netz stellten und dann die Surfer ermittelten, die sie darauf gelockt hatten. Internetsurfen ist ein dynamischer Vorgang. Nicht immer weiß man, was einem hinter dem nächsten Link erwartet. Wer ist nicht schon mal auf einer Seite gelandet, die er (oder sie) nie erwartet oder gar gesucht hätte ?
 

Anonym surfen tut also not. Leicht gesagt, IP-Adressen werden beim Provider dokumentiert und so kann jederzeit nachvollzogen werden, dass eine bestimmte IP-Adresse zu einem bestimmten Zeitpunkt einem bestimmten Teilnehmer zugeteilt war. Ein Unterdrücken dieser IP-Adresse ist nicht praktikabel, weil ja die Antwort des Webservers ihren Weg durch das Internet bis zum Rechner des Surfers zurück finden muss. (Hier erfahren Sie Ihre momentane IP-Adresse) Man muss die eigene IP also verschleiern, durch eine andere ersetzen. Nun, das geht mit Hilfe eines anonymen Proxydienstes wie Anonymizer, TOR oder Anonymouse . Die Frage ist nur, wird so ein Dienst meine Identität auf jeden Fall schützen ? Auch die genannten Abieter müssen alle Adressen mitprotokollieren und im Falle einer kriminellen Handlung Auskunft geben.

Das Internet Anonym Paket von Steganos ist da keine Ausnahme: Auf seiner Website veröffentlichte das Unternehmen am 1. Januar 2009 folgenden Text:

Änderungen im Zuge der Einführung des neuen Vorratsdatenspeicherungsgesetztes ab 01.01.2009
Liebe Steganos-Nutzerin, lieber Steganos-Nutzer,
wie versprochen bringen wir Sie heute auf den neuesten Stand zum Thema Vorratsdatenspeicherung.
Wir hatten Sie ja bereits informiert, dass wir - wie alle Anbieter von Anonymisierungsdiensten - seit dem 01.01.2009 bestimmte Daten speichern müssen. Diese Pflicht gilt für sämtliche Kunden, sowohl aus dem Inland als auch aus dem Ausland. Eine ausländische Behörde kann sich allerdings nur im Rahmen eines Rechtshilfeersuchens an die deutschen Behörden wenden, wenn die gleichen gesetzlichen Voraussetzungen gegeben sind, also der Verdacht auf bestimmte schwere Straftaten vorliegt.
Was wir speichern
    * die originale IP-Adresse*, die Sie von Ihrem Internetprovider bekommen,
    * die IP-Adresse des Steganos-Servers, mit dem Sie sich verbinden,
    * Datum und Uhrzeit dieser Verbindung.
Diese Daten müssen wir seit dem 01.01.2009 für sechs Monate speichern, danach werden sie geshreddert.
Was wir NICHT speichern
    * Inhalte oder sonstige Informationen zu den Seiten, die über unsere Server besucht worden sind,
    * Kommunikationsdaten.
Was wir herausgeben müssen
Die gespeicherten Daten müssen ausschließlich dann an bundesdeutsche bzw. ggf. im Rahmen eines Rechtshilfeersuchens internationale Strafverfolgungsbehörden herausgegeben werden, wenn uns dazu ein richterlicher Beschluss vorgelegt wurde. Dieser muss besagen, dass:
    * eine dringende Gefahr für Leib, Leben oder Freiheit einer Person besteht,
    * eine dringende Gefahr für den Bestand oder die Sicherheit des Bundes oder eines Landes besteht,
    * die Herausgabe zur Abwehr einer gemeinen Gefahr erforderlich ist**.
Wir dürfen und werden diese Daten also nicht herausgeben, wenn sie z.B. zur Aufklärung irgendwelcher anderer Straftaten verwendet werden sollen.
Ihre Privatsphäre steht für uns nach wie vor an erster Stelle und wir gehen mit Ihren Daten verantwortungsvoll um. Selbstverständlich halten wir uns an das geltende Gesetz, aber wir stellen dabei sicher, dass der korrekte Rechtsweg auch 100%ig eingehalten wird.
Das heißt für Sie: Das anonyme, sichere Surfen und Arbeiten im World Wide Web gegenüber Providern, HotSpot-Betreibern, Mitsurfern, Websitebetreibern und Hackern ist weiterhin zu 100% garantiert!
ZITAT ENDE
Mit JAP , dem kostenlosen Projekt der TU Dresden verhält es sich genauso: Vorratsdatenspeicherung.
Wirklich anonym kann man also nur bei einem Proxy-Anbieter sein, der keine Aufzeichnungen über die Kunden führt. "Zero Knowledge" brachte ein System, das absolute Anonymität im Net garantieren sollte, auf den Markt. Und das selbst dann, wenn die Ermittlungsbehörden eine Verfügung gegen Zero Knowledge auf Herausgabe der Nutzerdaten erwirken sollten. Allerdings stellte das Unternehmen den Anonymisierungsdienst im Jahre 2001 ein. Einen Zusammenhang mit den Terroranschlägen vom 11. September oder gar Druck von Seiten der Regierung gebe es nicht – der Markt für einen solchen Service sei lediglich nicht groß genug gewesen. -so HEISE.
 
Anonymität auf "Hardware-Basis" erreicht man nur, wenn keiner zurückverfolgen kann, wer den Rechner benutzt hat, der zu einer bestimmten Zeit mit dem Internet verbunden war. Das ist z.B. in Internet-Cafes der Fall (wahrscheinlich der Grund, warum in China täglich Internet-Cafes staatlich geschlossen werden), oder bei anderen öffentlich zugänglichen Rechnern. Wenn man aber seinen eigenen Rechner unerkannt ins Netz bringen will, bleibt noch die Möglichkeit per anonymer Prepaid-Wertkarte einzusteigen. z.B. mit Yess diskont surfen.
 
Der gläserne Mensch
info@dergläsernemensch.de